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Liebe Leserin, lieber Leser
Immer mehr Darmkrebs, auch bei jungen Menschen
Dieser Aufwärtstrend ist alarmierend und wirft eine wichtige Frage auf: Warum geschieht das, und was können wir dagegen tun?
Aus gastroenterologischer Sicht wäre es ideal, wenn wir nur eine einzige Ursache identifizieren könnten. Das würde Prävention und Behandlung sicherlich erleichtern. Doch die Realität ist komplexer. Der Anstieg von Darmkrebs ist multifaktoriell bedingt – nicht durch eine einzige Ursache, sondern durch ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren.
Einer dieser Faktoren mit dem ich mich intensiv beschäftige, ist die Ernährung. Und dabei spielen mehrere Aspekte eine Rolle.
Einer der wichtigsten Ernährungsfaktoren ist die Verbreitung von hochverarbeiteten Lebensmitteln (UPF) in der durchschnittlichen modernen Ernährung.
Es gibt zahlreiche überzeugende Daten, die einen Zusammenhang zwischen hohem UPF-Konsum und Darmkrebs belegen. Eine aktuelle Studie aus dem JAMA Oncology Journal zeigte, dass Frauen, die viele UPF konsumierten, ein um 45 % höheres Risiko hatten, Polypen zu entwickeln – eine Vorstufe von Darmkrebs. Dies war eine recht umfangreiche Studie mit 30.000 Teilnehmern, die über 24 Jahre beobachtet wurden.
Eine weitere Studie – eine umfassende Übersichtsarbeit mit fast 10 Millionen Teilnehmern – ergab, dass mit steigendem Konsum ultraverarbeiteter Lebensmittel (UPF) das Risiko für Darmkrebs zunimmt. Angesichts der Tatsache, dass die durchschnittliche Ernährung zu etwa 60 % aus ultraverarbeiteten Lebensmitteln besteht, ist dies sowohl bedeutsam als auch besorgniserregend.
Wir müssen auch bekannte Karzinogene in der Ernährung berücksichtigen. Alkohol ist nachweislich krebserregend – Studien belegen, dass bereits ein Getränk pro Tag das Krebsrisiko um bis zu 7 % erhöhen kann. Und die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) hat verarbeitetes Fleisch als Karzinogen der Gruppe 1 eingestuft, der höchsten Risikogruppe.
Ich nenne diese Statistiken nicht, um Panik zu verbreiten. Ich teile sie, weil das Verständnis der wissenschaftlichen Erkenntnisse Ihnen ermöglicht, bessere Entscheidungen zu treffen.
Wenn ein Grossteil unserer Ernährung aus hochverarbeiteten Lebensmitteln, verarbeitetem Fleisch und Alkohol besteht und wir kaum Ballaststoffe oder Vollwertkost zu uns nehmen, ist es kein Wunder, dass die Darmkrebsraten steigen. Wir schaffen ideale Bedingungen für die Ausbreitung dieser Krankheit.
In meinen Büchern und in der Beratung erfahren Sie was Sie konkret für Ihren Darm und somit für Ihre Gesundheit tun können.
Sehr wichtig: Mit Zucker ernähren Sie Krebs, auch im Darm. Hier können sich Zuckerkristalle gut einnisten und zu Entzündungen und Krebs führen.
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Ein spezielles, doch wichtiges Thema. Viele Menschen stellen mir diese Frage – oft leise, manchmal irritiert, manchmal ehrlich neugierig:
„Warum gibt es heute so viele Homosexuelle, Lesben, Transmenschen? Warum wissen plötzlich so viele nicht mehr, ob sie Mann oder Frau sind?“
Und wissen Sie was was? Die Frage ist berechtigt. Aber die Antwort ist nicht das, was viele erwarten.
1. Nein – es gibt heute nicht mehr queere Menschen.
Es gibt nur weniger Angst. Früher wurde man dafür: verstossen, bestraft, pathologisiert, „umerzogen“ oder einfach totgeschwiegen
Wenn Sie Menschen über Jahrzehnte sagen: „Das gibt es nicht.“ Dann zeigen sie sich nicht.
Das heisst nicht, dass sie nicht existieren.
2. Sichtbarkeit ist kein Trend – es ist ein Enttabuisieren.
Wir leben in einer Zeit, in der Menschen zum ersten Mal sagen dürfen:
- „Ich bin schwul.“
- „Ich bin lesbisch.“
- „Ich fühle mich nicht im richtigen Geschlecht.“
- „Ich passe nicht in eure Schubladen.“
Nicht, weil es plötzlich „modern“ ist. Sondern weil es endlich möglich ist.
3. Und was ist mit Hormonen, Pille, Umweltfaktoren?
Das ist ein spannender Gedanke – aber wissenschaftlich nicht haltbar.
Die Pille macht vieles: Sie verändert Libido, Zyklus, Partnerwahl, Stimmung.
Aber sie macht keine homosexuellen Kinder. Und sie erzeugt auch keine „Genderverwirrung“.
Wenn Hormone sexuelle Orientierung „verändern“ würden, dann wären 1500 Tierarten weltweit auch „verwirrt“.
4. Was wirklich passiert: Die Norm bröckelt.
Wir sind die erste Generation, die erlebt:
- dass Rollenbilder nicht mehr festbetoniert sind
- dass Identität nicht mehr diktiert wird
- dass Menschen sich selbst ernst nehmen
- dass Sprache entsteht für Dinge, die es schon immer gab
Wenn Sie jahrhundertelang nur zwei Schubladen anbieten, dann wirken alle, die nicht reinpassen, wie „neu“.
Sie waren nie neu. Nur unsichtbar.
5. Warum wirkt es trotzdem so viel?
Weil wir in einer Übergangszeit leben:
- Die alte Ordnung löst sich.
- Die neue ist noch nicht stabil.
- Und Menschen reagieren auf Unsicherheit mit Übertreibung – in beide Richtungen.
Die einen schreien: „Alles wird queer!“ Die anderen schreien: „Alles muss queer sein!“
Beides ist Unsicherheit in Verkleidung.
6. Die ehrliche Antwort, die niemand hören will:
Wir sehen heute nicht mehr queere Menschen. Wir sehen endlich die Menschen, die schon immer da waren.
Und das ist kein gesellschaftlicher Zerfall. Das ist ein gesellschaftliches Erwachsenwerden.
7. Was bedeutet das für uns als Gesellschaft – und für dich persönlich?
Es bedeutet:
- weniger Masken
- weniger Scham
- weniger Lügen
- mehr Authentizität
- mehr Menschlichkeit
Und es bedeutet auch: Wir müssen lernen, Vielfalt auszuhalten, ohne sie zu pathologisieren. Und ohne sie zu romantisieren.
Einfach: Menschen sind verschieden. Punkt.
Hinweis: Genetisch gesehen gibt es Frau mit XX und Mann mit XY Chromosomen.
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Das 60-Sekunden-Gesundheitsprogramm
Der Anti-Reizbarkeits-Hack.
Das kleine Problem: Sie sind gereizt - ohne klaren Grund.
Aha-Moment: Niedriger Blutzucker beeinflusst die Impulskontrolle.
60-Sekunden-Lösung: Essen Sie eine kleine Handvoll Nüsse (Walnüsse z.B.)
Merksatz: Reizbarkeit ist oft Biochemie, nicht Persönlichkeit.
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Der Unterschied zwischen gesund und stabil
Warum ‚gesund‘ nicht automatisch stabil bedeutet“
Viele Menschen leben gesund – und fühlen sich trotzdem instabil.
Sie essen gut, schlafen genug, bewegen sich, meditieren vielleicht sogar.
Und trotzdem:
- kippt die Energie
- kommen Symptome in Wellen
- bleibt der Körper unberechenbar
Warum?
Weil gesund nicht dasselbe ist wie stabil.
Gesundheit beschreibt den Zustand.
Stabilität beschreibt die Fähigkeit, mit dem Leben umzugehen.
Prinzip
Stabilität ist die Fähigkeit, Belastung zu tragen – ohne zusammenzubrechen.
Erklärung
Ein Mensch kann gesund sein, aber instabil.
Und ein Mensch kann Symptome haben – und trotzdem stabil sein.
Stabilität entsteht nicht durch perfekte Routinen.
Sondern durch:
- innere Sicherheit
- realistische Erwartungen
- ein Nervensystem, das nicht ständig überlastet ist
- einen Körper, der nicht im Alarmmodus hängt
Stabilität ist das Fundament.
Gesundheit ist das Ergebnis.
Einladung
Beobachte diese Woche:
Was bringt Sie aus der Stabilität – und was bringt Sie hinein?
Satz zum Mitnehmen
Stabilität ist die Form von Gesundheit, die man nicht sieht – aber spürt.
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Etwas zum Nachdenken:
Was, wenn Sie nicht chronisch krank sind - sondern chronisch falsch behandelt wurden und immer noch werden.
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Medikamente normalisiert - als ewige Pillen
3 weit verbreitete Beispiele, die immer mit einer AUSSTIEGSSTRATEGIE von einem Arzt einhergehen sollten – aber das tun sie selten:
1. Protonenpumpenhemmer für Sodbrennen/Säurereflux (z.B. Pantoprazol)
2. Hypnotika für Schlaflosigkeit (z.B. Zolpidem/Ambien)
3. Antidepressiva
Dieses Problem ist weit verbreitet und zeigt, wie weit die medizinische Berufsgruppe abgedriftet ist. Zu viele Medikamente werden verschrieben, und Patienten werden „per Default“ unbefristet darauf belassen – ohne klaren Plan zum Absetzen.
Dieses Fehlen eines Ausstiegs (oder zumindest des Nachdenkens darüber und Drängens darauf) ist ein grosser Grund, warum die Gesellschaft jetzt lächerlich übermedikamentiert ist.
Ärzte müssen wieder zurückkehren zur Arbeit, wie sie es früher taten und nicht zu Verschreibern von Medikamenten werden.
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