Spital, Hausarzt, Spezialärztin – Patienten erhalten von mehreren Seiten Arzneimittel. Das Problem: Verschiedene Medikationslisten.
Montagmorgen, 8.10 Uhr. Herr M., 82, legt mir seine Medikationsliste auf den Tisch. Sie stammt vom Spital. Meine Liste im System sieht anders aus, und die Spitex meldet, auch ihre Version sei abweichend. Drei Listen, alle gut gemeint – und doch widersprüchlich. Sein Satz dazu: «Ich dachte, ich bespreche das zuerst mit Ihnen.» Eine gute Idee, wäre da nicht das Problem gewesen, dass er zwischen Spitalaustritt und heute auf ein für mich entscheidendes Medikament – einen neuen Blutverdünner – verzichtet hatte.