Die Lipodermatosklerose ist eine chronische Entzündung des Unterhautfettgewebes, die meist die Unterschenkel betrifft. Sie steht in engem Zusammenhang mit chronischer Veneninsuffizienz.
Beschädigte Venenklappen führen zu venöser Hypertonie, wodurch Fibrinogen in die Dermis austritt und Sauerstoffmangel, Entzündungen und Fibrose entstehen.
Akute Fälle manifestieren sich mit schmerzhaften, geröteten und druckempfindlichen Plaques. Subakute Erkrankungen zeigen nicht druckempfindliche, hyperpigmentierte, sklerotische Plaques aufgrund von Hämosiderinablagerungen.
Chronische Erkrankungen führen zum klassischen „umgedrehten Champagnerflaschenbein“: einem sich verjüngenden Unterschenkel mit proximalem Ödem und distaler Fibrose.
Zu den Risikofaktoren zählen Übergewicht, eine vorausgegangene tiefe Venenthrombose (TVT), langes Stehen, Bewegungsmangel, höheres Alter, Rauchen und Hyperkoagulabilität.
Die Diagnose erfolgt klinisch und wird durch eine Duplexsonographie zur Beurteilung einer Veneninsuffizienz oder -thrombose sowie durch einen Knöchel-Arm-Index (ABI) zum Ausschluss einer arteriellen Erkrankung unterstützt.
Dieser Zustand ist Ausdruck einer fortgeschrittenen Venenerkrankung, bei der eine langjährige venöse Hypertonie die Haut und das Weichgewebe umformt und unbehandelt häufig zu venösen Ulzera (Geschwüre) führt.
Quelle: osmosis.org