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Spenderblut und Alzheimer

Neue wissenschaftliche Hinweise legen nahe, dass Bluttransfusionen möglicherweise eine Rolle bei der Verbreitung von Alzheimer spielen könnten.

Dieser Beitrag wurde zuerst auf Substack veröffentlicht.

Ein Gedanke, der die Fachwelt alarmiert und den Ruf nach deutlich strengeren Sicherheitsprüfungen verstärkt.

Lange galt Alzheimer als eine Erkrankung, die ausschliesslich im Gehirn einzelner Betroffener entsteht und nicht übertragbar ist. Eine aktuelle Analyse, veröffentlicht in The Lancet, stellt diese Annahme jedoch infrage. Die Autor:Innen diskutieren, ob krankheitsrelevante Eiweissablagerungen – insbesondere Amyloid‑Beta – unbeabsichtigt über Spenderblut weitergegeben werden könnten.

Das Forschungsteam des University College London beleuchtet dabei die Möglichkeit, dass dieses Protein, das sowohl bei Alzheimer als auch bei der zerebralen Amyloid‑Angiopathie (CAA) eine zentrale Rolle spielt, über transfundierte Blutprodukte in andere Menschen gelangen könnte.

Zwar gibt es bislang keinen endgültigen Beweis für eine solche Übertragung, doch die Wissenschaft fordert eine sofortige, umfassende Überprüfung der globalen Blutspenden, um potenzielle Risiken auszuschliessen.

Dringlichkeit erhält das Thema durch eine grosse epidemiologische Untersuchung aus Skandinavien mit mehr als einer Million Patient:Innen. Die Daten zeigen: Menschen, die rote Blutkörperchen von Spendern erhielten, die später multiple Hirnblutungen entwickelten, hatten selbst ein fast dreifach erhöhtes Risiko für ähnliche Blutungen.

Medizinische Fachleute betonen weiterhin, dass Alzheimer nicht durch alltäglichen Kontakt übertragen wird. Dennoch wäre eine mögliche medizinisch bedingte Weitergabe – etwa durch Operationen oder Transfusionen – ein gravierender Warnhinweis. Die Herausforderung besteht nun darin, hochpräzise und empfindliche Testverfahren zu entwickeln, die zukünftige Patient:Innen schützen können.

Quelle: Collinge, J., et al. (2026). Transmission of amyloid-beta pathology by blood transfusion: a viewpoint on potential risks and safety measures. The Lancet.

Was kannst du tun? Wenn eine Operation früh genug geplant wird, kannst du vorher Eigenblut spenden. Heute muss man auch bedenken, dass Blutspenden mit Spike-Partikeln durch die Covid-Impfungen verseucht sein könnten.