Jahrzehntelang beobachteten Forscher etwas Merkwürdiges: Menschen, die Nachtschichten arbeiteten, wiesen deutlich höhere Raten an Immunfunktionsstörungen, Autoimmunerkrankungen und sogar bestimmten Krebsarten auf. Der Zusammenhang war zu stark, um ihn zu ignorieren.
Ihre Entdeckung schockierte die Wissenschaftsgemeinde. Jede Zelle unseres Körpers – einschliesslich unserer Immunzellen – besitzt eine innere Uhr. Diese Uhren koordinieren sich und erzeugen so rhythmische Schübe der Immunaktivität während des Tages, gefolgt von Reparatur- und Regenerationszyklen in der Nacht.
Der Mechanismus ist elegant: Immunzellen patrouillieren im Blutkreislauf am aktivsten, wenn man wach ist und mit hoher Wahrscheinlichkeit auf Krankheitserreger trifft. Nachts ziehen sie sich in die Lymphknoten zurück, um sich zu reparieren, zu regenerieren und ihr Immunsystem zu trainieren, wodurch zukünftige Immunantworten gestärkt werden.
Eine Störung dieses Rhythmus führt zu einem grundlegenden Zusammenbruch des Systems.
Für ein gutes Immunsystem ist Schlaf deshalb wichtig. Natürlich auch Ernährung und Bewegung. Medikamente, die das Immunsystem herunterfahren, können immer wieder Infektionen u.a. auslösen.
und: https://www.naturalhealth365.com/scientists-reveal-the-circadian-immune-switch-that-big-pharma-cant-patent.html