Warum verunglimpfen (lästern) dicke Menschen andere Menschen, die abgenommen haben, und meinen, diese würden nun an Krebs erkrankt sein und wollen alles besser wissen?
Solche Aussagen kommen meist nicht aus echter Überzeugung, sondern aus psychologischen Schutzmechanismen. Es geht selten um dich persönlich, sondern um das, was dein Gewichtsverlust und dein gesunder und positiver Lebensstil bei anderen auslöst. Hier sind die häufigsten Gründe:
1. Bedrohung des eigenen Selbstbildes
Wenn jemand abnimmt, zeigt er implizit: «Veränderung ist möglich.»
Für Menschen, die mit ihrem eigenen Gewicht oder ihrer Gesundheit kämpfen, kann das unangenehm sein. Dann greifen manche zu Abwertung, um ihr Selbstbild zu schützen.
2. Kognitive Dissonanz
Viele wissen, dass ihre aktuelle Lebensweise nicht gut für sie ist – aber Veränderung ist anstrengend. Wenn jemand in ihrem Umfeld es schafft, entsteht ein innerer Konflikt. Eine typische Reaktion:
«Das ist ungesund. Ich bleibe lieber so, wie ich bin.»
3. Verlust von Gemeinschaftsgefühl
Wenn man im gleichen Team oder in der gleichen Familie ist (alle sind übergewichtig, kränklich und/oder mit zahlreichen Alterserscheinungen), entsteht oft ein Wir-Gefühl. Wenn einer abnimmt, empfinden es manche als Verrat oder Distanzierung. Dann kommen Vorwürfe wie:
«Du bist jetzt abgehoben», «Du weisst alles besser» oder «Du wirst krank werden», um diese Distanz zu relativieren.
4. Projektion von eigenen Ängsten
Viele Übergewichtige haben Angst vor Krankheiten wie Diabetes, Bluthochdruck oder Krebs. Wenn jemand anderes plötzlich sehr gesund lebt, wirkt das wie ein Spiegel dieser Ängste. Aus diesem Gefühl heraus entstehen dann Behauptungen wie:
«Schnelles Abnehmen macht krank», «Du bekommst Krebs», oder noch besser «Du hast wohl schon Krebs», obwohl das medizinisch nicht belegt ist.
5. Soziale Vergleiche
Gewichtsabnahme verändert soziale Dynamiken:
- Manche fühlen sich plötzlich weniger attraktiv.
- Manche verlieren die „Komfortzone“, in der niemand heraussticht.
- Manche empfinden Neid, ohne ihn offen zeigen zu können.
Das führt zu Abwertung der Person, die sich verändert hat.
Was du daraus mitnehmen kannst
- Diese Kommentare sagen mehr über die andere Person als über dich.
- Häufig stecken Unsicherheit, Selbstschutz, Angst oder Neid dahinter.
- Du musst das nicht persönlich nehmen – dein Körper, dein Weg.
Meine Antwort darauf
«Interessant, wie sehr dich mein Körper beschäftigt. Danke für die medizinische Fehleinschätzung. Ich wusste nicht, dass du jetzt Arzt bist. Glückwunsch! Und beruhig dich, mein Blutbild ist stabiler als deine Laune.»
Anmerkung: Wenn Menschen endlich beginnen, Verantwortung für ihre Gesundheit zu übernehmen, wenn sie sich mutig durch den Dschungel aus Lügen und Verwirrung kämpfen, um herauszufinden, was ihrem Körper wirklich guttut – genau dann werden sie von Pseudoexperten, die von Tuten und Blasen keine Ahnung haben, als «krank» abgestempelt. Als wäre echtes Interesse an Gesundheit ein verdächtiges Verhalten.
Es ist grotesk: Erst wenn diese Menschen wieder «normal» funktionieren sollen, wird ihnen eingeredet, sie müssten nur wieder bedenkenlos jene hochverarbeiteten Industrieprodukte und Tierqualprodukte essen, die uns nachweislich krank machen. Erst wenn sie das schädliche Essen wieder «geniessen» können, gelten sie angeblich als geheilt. Wie verdreht kann eine Gesellschaft sein?
Willkommen in einer Welt, in der die Sehnsucht nach Gesundheit als zwanghaft gilt – während massloses Essen, Völlerei und all die daraus entstehenden Krankheiten wie Herzinfarkt, Krebs, Diabetes und Fettleibigkeit kommentarlos als Normalität durchgewunken werden.
In einer Welt, in der die Lüge sich als Wahrheit verkleidet und die Wahrheit als Lüge verhöhnt wird.
Willkommen im Irrenhaus.