Die Zirbeldrüse (Epiphyse) ist eine winzige, zapfenförmige Drüse im Gehirn. Ihre Hauptaufgabe ist die Steuerung der inneren Uhr durch die Produktion des Hormons Melatonin, welches bei Dunkelheit ausgeschüttet wird, um den Schlaf-Wach-Rhythmus zu regulieren.
Eine verkalkte Zirbeldrüse ist laut aktueller Wissenschaft ein normaler, altersbedingter Prozess ohne Krankheitswert. Sie entsteht durch natürliche Kalziumablagerungen und beeinträchtigt die Melatonin-produktion kaum. Viele Behauptungen über schwere Folgen oder „spirituelle Blockaden“ sind nicht wissenschaftlich belegt. So die Schul-medizin.
Für was ist die Zirbeldrüse gut
- Produktion von Melatonin → Steuerung des Schlaf‑Wach‑Rhythmus.
- Einfluss auf Pubertät, zirkadiane Rhythmen, Immunsystem und Körpertemperatur.
- Speichert Kalzium, Phosphat und Fluorid – daher anfällig für Ablagerungen.
Was bedeutet „Verkalkung“?
Die Zirbeldrüse lagert mit zunehmendem Alter Hydroxylapatit‑Kristalle ein – ähnlich wie Knochen. Das ist physiologisch ’normal‚ und tritt bei fast allen Menschen auf.
Einige Studien zeigen, dass Fluorid diese Kristalle verändern kann (Bildung von Fluorapatit). Das bedeutet nicht, dass die Drüse dadurch „ausfällt“, aber doch nicht mehr so gut funktioniert.
Eine zu hohe kalziumreiche Ernährung fördert die Kristallisierung. Warum sich Hydroxylapatit-Kristalle bilden, hängt von der komplexen Balance im Stoffwechsel ab, dem individuellen Kalzium- und Phosphat-haushalt sowie der Zufuhr von ‚Gegenspielern‘ wie Magnesium.
Welche Folgen sind wissenschaftlich belegt?
- Leichte Abnahme der Melatoninproduktion im Alter → normaler Alterungsprozess, nicht zwingend durch Verkalkung.
- Veränderte Lichtempfindlichkeit der Drüse (tierexperimentell) → Hinweise, aber keine klaren klinischen Folgen.
Schaut man jedoch genauer hin wird eine Verkalkung einer Zirbeldrüse mit Alzheimer, psychiatrischen Erkrankungen, Schlafstörungen, Schlaganfall und Gefässerkrankungen in Verbindung gebracht.
Was hilft tatsächlich und konkret?
Das Allerwichtigste, das über Erfolg oder Misserfolg entscheidet, ist eine markt-/ gartenfrische Ernährung – also echte LEBENSmittel. Wenn du viel roh isst, versorgst du deinen Körper mit allen notwendigen Nähr- und Ballaststoffen. Zu Beginn muss sich der Körper zuerst daran gewöhnen. Gib ihm etwas Zeit und Verständnis.
Was zudem helfen kann:
- Magnesium, wenn möglich von Lebensmitteln (Hanfsamen, Kürbiskerne, Leinsamen, Cashewkerne, Mandeln, reines Kakaopulver, dunkles Blattgemüse usw.) Oder als Supplement.
- Phytate, auch wenn möglich in Lebensmitteln (Kichererbsen, Linsen, getrocknete Bohnen, Haferflocken, Weizenkleie, Vollkornreis, Buchweizen, Walnüsse, Cashews, Mandeln, Leinsamen und Sesam).
- Vitamin K2 Lebensmittel (Natto: Die unangefochtene Nummer eins. Bereits eine kleine Portion (ca. 50 g) deckt den Tagesbedarf um ein Vielfaches. Es ist in gut sortierten Asia-Märkten oder Reformhäusern erhältlich. Weitere fermentierte Lebensmittel: Sauerkraut, Kimchi und Tempeh enthalten ebenfalls nennenswerte Mengen an Vitamin K2, wenn auch deutlich weniger als Natto.
- Frischer Kurkuma (also nicht in Kapseln).
- Melatonin als Supplement.