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Epilepsie: Wenn das Gehirn ‘brennt’ und warum Tabletten bei Mensch und Tier allein nicht reichen

Epilepsie ist keine einzelne Krankheit. Es ist ein Zustand, in dem das Gehirn seine eigene elektrische Stabilität verliert.

Dieser Beitrag wurde zuerst auf Substack veröffentlicht.

Ein Netzwerk, das eigentlich fein austariert ist, kippt plötzlich in Übererregung – wie ein Wald, der bei Trockenheit in Sekunden Feuer fängt.

Die Schulmedizin nennt das „Anfälle“ und verschreibt Medikamente, die diese Feuer dämpfen sollen. Was sie selten erklären können: Warum brennt der Wald überhaupt?

Was Epilepsie wirklich ist

Das Gehirn arbeitet mit zwei Kräften:

  • Erregung (Glutamat)
  • Hemmung (GABA)

Gesund bedeutet: Balance.

Epilepsie bedeutet: Die Balance kippt. Zu viel Erregung, zu wenig Hemmung, instabile Netzwerke lösen elektrische Sturmwellen aus.

Das passiert bei Menschen und Tieren gleichermassen. Hunde, Katzen, Pferde, sogar die sog. Nutztiere, vor allem Schweine (die geplagten und immer eingepferchten Tiere leiden extrem), können Epilepsie entwickeln.
Die Mechanismen sind identisch: Regulationsverlust.

Warum Menschen und Tiere Epilepsie entwickeln

Die Ursachen sind vielfältig:

  • genetische Varianten
  • strukturelle Hirnveränderungen (Trauma, Schlaganfall, Tumoren)
  • metabolische Störungen (Energieversorgung des Gehirns)
  • Entzündungen
  • Autoimmunreaktionen
  • Infektionen
  • Medikamente, die die Krampfschwelle senken
  • chronischer Stress
  • Brutalität
  • Schlafmangel
  • Alkohol, Drogen
  • starke Blutzuckerschwankungen

Und in über 60 % der Fälle: Keine klare Ursache. Das System ist einfach instabil.

Sind Impfungen oder Medikamente Auslöser?

Die ehrliche Antwort:

  • Impfungen können Fieberkrämpfe auslösen, das ist keine Epilepsie.
  • Bei genetischer Veranlagung kann Fieber einen ersten Anfall triggern.
  • Impfungen sind nicht die Hauptursache für Epilepsie weltweit.
  • In der Impfschadenstatistik (impfschaden.info) tauchen mehrere Fälle von Epilepsie durch Impfungen auf. Tollwutimpfungen bei Hunden können Krampfanfälle auslösen.
  • Nach jeder Impfung kann als Teil der Immunantwort Fieber auftreten. Fieber erhöht die Gehirnaktivität und kann bei Personen und Tieren, die bereits an Epilepsie leiden oder eine Neigung zu Krampfanfällen haben, einen epileptischen Anfall (Fieberkrampf) auslösen.

Medikamente:

  • Viele Medikamente können die Krampfschwelle senken.
  • Antibiotika, Psychopharmaka, Schmerzmittel und Drogen können mögliche Trigger sein. Bei unserem Hund Max wurde Epilepsie nach einer Antibiotikaspritze ausgelöst, die gar nicht notwendig war. Er lebte dann noch rund 3 Jahre, trotz Medikamenten starb er schliesslich an Epilepsie und den Medikamenten.
  • Antiepileptika selbst lösen keine Epilepsie aus, aber sie verändern das Gehirn tiefgreifend und haben starke Nebenwirkungen. Der Nutzen selber ist bescheiden, wir mussten unserem Hund immer mehr geben. Es ging ihm dadurch allgemein schlechter und schlechter.

Die Schulmedizin ist nicht pharmazentriert. Sie behandelt Symptome, nicht Systeme. Und haben keine Ahnung über die Krankheit.

Was man selbst tun kann

Epilepsie reagiert extrem auf Lebensstil:

  • genügend Schlaf (unser Hund Max bekam durch die Medikamente Schlafprobleme, so wachte er oft um 3 Uhr verängstigt auf und konnte nicht mehr ruhig weiter schlafen)
  • Stress strikt vermeiden
  • Absolut gesunde Ernährung
  • Rhythmus (immer zur gleichen Zeit ins Bett gehen und aufstehen)
  • Auf Alkohol verzichten
  • Lichtreize meiden
  • Blutzucker normal halten
  • Entzündungen mit einer gesunden Ernährung senken.

Das sind echte Hebel.


Hinweis für Hundebesitzer:Innen

Tierärzt:innen und viele Ratgeberseiten empfehlen, Hunde während eines epileptischen Anfalls nicht anzufassen und nicht festzuhalten, um Verletzungen und Reflexbisse zu vermeiden.

Unsere persönliche Erfahrung mit Max:
Kurz bevor ein Anfall begann, suchte Max aktiv unsere Nähe und begann zu zittern. In diesem Moment haben wir ihn sofort in ein grosses Frottiertuch gewickelt, die Augen abgedeckt und Kopf und Körper stabilisiert, ohne Druck auszuüben. Die Schnauze blieb frei, weil Hunde während eines Anfalls reflexartig zubeissen können. Wobei sie in erster Linie nach Luft schnappen und nie böswillig zubeissen.

So konnte er:

  • den Kopf nicht anschlagen
  • sich nicht am Boden oder an Möbeln verletzen
  • ruhiger durch den Anfall gehen

Nach dem Anfall haben wir ihn noch kurz beruhigt und dann losgelassen. Er war danach wie viele Hunde desorientiert und lief unruhig durch die Wohnung, bis er sich wieder gefangen hatte.

Wichtig: Das ist unsere Erfahrung, kein allgemeiner Rat. Jede Situation ist anders, und Tierärzt:innen können individuell beraten, wie man im Notfall am sichersten reagiert.


Ketogene Ernährung, ein medizinischer Sondermodus bei Epilepsie

Ich schreibe in meinen Artikeln, dass eine ketogene Ernährung kein gesunder Dauerzustand ist. Das ist und bleibt richtig.

Aber bei Epilepsie ist Ketose ein medizinischer Zustand, der das Gehirn stabilisiert:

  • mehr GABA
  • weniger Glutamat
  • stabilere Ionenkanäle
  • weniger Entzündung (im Kopf)
  • andere Energieversorgung

Ketose ist Therapie, nicht Lifestyle.
Für bestimmte Epilepsieformen kann sie extrem wirksam sein.

Pflanzliche Ernährung und Rohkost
stabilisiert das System

Eine reine pflanzliche Rohkost kann:

  • Entzündung senken bzw. stoppen
  • Blutzucker stabilisieren
  • Darm-Hirn-Achse verbessern
  • oxidativen Stress reduzieren
  • Trigger wie Zucker, Alkohol, Zusatzstoffe eliminieren

Das kann Anfälle reduzieren – indirekt, über Systemregulation.
Es ist keine „Epilepsie-Diät“, sondern ein starker Stabilitätsfaktor.

Hinweis: Die ketogene Ernährung lässt sich gut mit einer pflanzlichen Ernährung (Rohkost) kombinieren. Verzichte auf jeden Fall auf Gluten und auf verarbeitete Nahrungsmittel.

Hier gehe ich tiefer und umfassender ins Thema. Damit du sofort siehst, was du verbessern kannst. Ich erkläre auch die Zusammenarbeit mit deinem Arzt.

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